Ich weiß, man sollte sich an seinem Geburtstag nicht traurig fühlen. Ich selbst predige es ständig, doch manchmal kommt man einfach nicht drumherum.
Einen direkten Auslöser gibt es nicht, es gibt keine Person, der ich Schuld an meinem Schmerz gebe.
Vielleicht sind es Milli und Marle, die mich in Kokowäh gezerrt haben. Praktisch gesehen.
Ich mag Filme mit Happy End nicht mehr, weil ich selbst keins hatte.
Vielleicht sind es Julius und Moritz, weil die fröhlich vor sich hin spielen während ich hier vor dem Bildschirm allmählich mich in ein Gefäß für Trauer und Schmerz verwandle.
Vielleicht ist es wie schon immer der Sinn des Lebens, der mich einfach fertig macht. Er könnte endlich entscheiden, worin er besteht, eine solche Unentschlossenheit ist ja geradezu krankhaft.
Aber ich glaube, spätestens Morgen ist das vorbei.
Ich hab es schließlich bis jetzt auch überlebt, da schaffe ich es auch, so eine kurze Depressivitätswelle zu überleben.
Bin schließlich Anna.
Und Anna hat nicht vor, so einfach zu sterben.
Und Anna hat nicht vor, so einfach zu sterben.
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